Ich hatte eigentlich gar nicht vor heute zu bloggen, aber dann hat mir Katrin einen Artikel geschickt, der einfach so sehr trifft und gut zusammenfasst was uns Au Pairs wahrscheinlich alle beschäftigt und Angst macht, den konnte ich euch einfach nicht vorenthalten.
Der Artikel ist von Kellie Donnelly und bringt einfach wunderbar auf den Punkt, was mich in letzter Zeit beschäftigt hat und wohl auch noch lange begleiten wird, was ich aber nie in Worte fassen konnte.
"You see the world, try new things, meet new people, fall in love, visit amazing places, learn about other cultures – then it’s all over. People always talk about leaving, but what about coming home?
Du siehst die Welt, probierst neue Dinge, triffst neue Menschen, verliebst dich, besuchst unglaubliche Orte, lernst andere Kulturen kennen - und dann ist es vorbei. Menschen reden immer davon, zu gehen, aber was ist mit der Heimkehr?
We talk about the hard parts while we’re away – finding jobs, making real friends, staying safe, learning social norms, misreading people you think you can trust – but these are all parts you get through. All of these lows are erased by the complete highs you experience. The goodbyes are difficult but you know they are coming, especially when you take the final step of purchasing your plane ticket home. All of these sad goodbyes are bolstered by the reunion with your family and friends you have pictured in your head since leaving in the first place.
Wir reden über die Herausforderungen, wenn wir fort sind - einen Job finden, wahre Freunde finden, in Sicherheit sein, soziale Normen lernen, den falschen Menschen vertrauen - aber das sind alles Dinge, die man meistert. All diese Tiefpunkte gehen unter zwischen all den schönen Erfahrungen. Abschiede sind schwer, aber unausweichlich, besonders nachdem man das Flugticket nach Hause gekauft hat wird dies deutlich. Der Abschiedsschmerz wird nur noch verstärkt durch deine Vorstellung, bald wieder mit Familie und Freunden vereint zu sein. Das hast du dir ausgemalt, seit du sie verlassen hattest.
Wir reden über die Herausforderungen, wenn wir fort sind - einen Job finden, wahre Freunde finden, in Sicherheit sein, soziale Normen lernen, den falschen Menschen vertrauen - aber das sind alles Dinge, die man meistert. All diese Tiefpunkte gehen unter zwischen all den schönen Erfahrungen. Abschiede sind schwer, aber unausweichlich, besonders nachdem man das Flugticket nach Hause gekauft hat wird dies deutlich. Der Abschiedsschmerz wird nur noch verstärkt durch deine Vorstellung, bald wieder mit Familie und Freunden vereint zu sein. Das hast du dir ausgemalt, seit du sie verlassen hattest.
Then you return home, have your reunions, spend your first two weeks meeting with family and friends, catch up, tell stories, reminisce, etc. You’re Hollywood for the first few weeks back and it’s all new and exciting. And then it all just…goes away. Everyone gets used to you being home, you’re not the new shiny object anymore and the questions start coming: So do you have a job yet? What’s your plan? Are you dating anyone? [...]
Dann kommst du nach Hause, verbringst die ersten zwei Wochen damit, Familie und Freunde zu besuchen, dich auszutauschen und euch gegenseitig auf den neusten Stand zu bringen. Für die ersten Wochen bist du wie Hollywood, alles ist neu und aufregend. Und dann ... hört es einfach auf. Man gewöhnt sich daran, dass du wieder da bist, du bist nicht mehr aufregend und jeder fängt an Fragen zu stellen: Hast du schon einen Job? Was willst du machen? Hast du jemanden kennen gelernt? [...]
Dann kommst du nach Hause, verbringst die ersten zwei Wochen damit, Familie und Freunde zu besuchen, dich auszutauschen und euch gegenseitig auf den neusten Stand zu bringen. Für die ersten Wochen bist du wie Hollywood, alles ist neu und aufregend. Und dann ... hört es einfach auf. Man gewöhnt sich daran, dass du wieder da bist, du bist nicht mehr aufregend und jeder fängt an Fragen zu stellen: Hast du schon einen Job? Was willst du machen? Hast du jemanden kennen gelernt? [...]
But the sad part is once you’ve done your obligatory visits for being away for a year; you’re sitting in your childhood bedroom and realize nothing has changed. You’re glad everyone is happy and healthy and yes, people have gotten new jobs, boyfriends, engagements, etc., but part of you is screaming don’t you understand how much I have changed? And I don’t mean hair, weight, dress or anything else that has to do with appearance. I mean what’s going on inside of your head. The way your dreams have changed, they way you perceive people differently, the habits you’re happy you lost, the new things that are important to you. You want everyone to recognize this and you want to share and discuss it, but there’s no way to describe the way your spirit evolves when you leave everything you know behind and force yourself to use your brain in a real capacity, not on a written test in school. You know you’re thinking differently because you experience it every second of every day inside your head, but how do you communicate that to others?
Nachdem du deine Pflichtbesuche hinter dir hast beginnt der traurige Teil: du sitzt in deinem Kinderzimmer und bemerkst, dass sich nichts verändert hat. Du bist froh, dass jeder glücklich und gesund ist, jeder neue Jobs hat, in einer Beziehung oder sogar verlobt ist etc., aber ein Teil in dir schreit nur 'Könnt ihr denn nicht sehen wie sehr ich mich verändert habe?' Und dabei geht es nicht um dein Aussehen, deine Haare, dein Gewicht oder deine Kleidung. Es geht um das, was in dir und deinem Kopf vorgeht. Die Art und Weise, wie sich deine Ansichten und Träume verändert haben, die Angewohnheiten, die du endlich abgelegt hast, deine neuen Prioritäten. Du willst es jedem zeigen und darüber reden, aber es ist einfach unmöglich es ist einfach unmöglich zu beschreiben wie sich dein Inneres verändert, wenn du alles hinter dir lässt und du in der realen Welt zurecht kommen musst, nicht nur in der Schule. Du weisst, dass du anders bist, weil du jede Sekunde des Tages damit konfrontiert bist, aber wie erklärst du das Außenstehenden?
Nachdem du deine Pflichtbesuche hinter dir hast beginnt der traurige Teil: du sitzt in deinem Kinderzimmer und bemerkst, dass sich nichts verändert hat. Du bist froh, dass jeder glücklich und gesund ist, jeder neue Jobs hat, in einer Beziehung oder sogar verlobt ist etc., aber ein Teil in dir schreit nur 'Könnt ihr denn nicht sehen wie sehr ich mich verändert habe?' Und dabei geht es nicht um dein Aussehen, deine Haare, dein Gewicht oder deine Kleidung. Es geht um das, was in dir und deinem Kopf vorgeht. Die Art und Weise, wie sich deine Ansichten und Träume verändert haben, die Angewohnheiten, die du endlich abgelegt hast, deine neuen Prioritäten. Du willst es jedem zeigen und darüber reden, aber es ist einfach unmöglich es ist einfach unmöglich zu beschreiben wie sich dein Inneres verändert, wenn du alles hinter dir lässt und du in der realen Welt zurecht kommen musst, nicht nur in der Schule. Du weisst, dass du anders bist, weil du jede Sekunde des Tages damit konfrontiert bist, aber wie erklärst du das Außenstehenden?
You feel angry. You feel lost. You have moments where you feel like it wasn’t worth it because nothing has changed but then you feel like it’s the only thing you’ve done that is important because it changed everything. What is the solution to this side of traveling? It’s like learning a foreign language that no one around you speaks so there is no way to communicate to them how you really feel.
Du bist wütend. Du fühlst dich verloren. Es gibt Momente, in denen du das Gefühl hast, das alles war es nicht wert, weil sich nichts verändert hat, aber dann fühlt es sich so an, als wäre es die eine Sache, die wirklich wichtig ist, weil es alles verändert hat. Was ist die Lösung für diese Seite des Reisens? Es ist, als würde man eine Fremdsprache lernen, die niemand um dich herum sonst spricht, so dass du dich mit ihnen nicht über deine Gefühle austauschen kannst.
Du bist wütend. Du fühlst dich verloren. Es gibt Momente, in denen du das Gefühl hast, das alles war es nicht wert, weil sich nichts verändert hat, aber dann fühlt es sich so an, als wäre es die eine Sache, die wirklich wichtig ist, weil es alles verändert hat. Was ist die Lösung für diese Seite des Reisens? Es ist, als würde man eine Fremdsprache lernen, die niemand um dich herum sonst spricht, so dass du dich mit ihnen nicht über deine Gefühle austauschen kannst.
This is why once you’ve traveled for the first time all you want to do is leave again. They call it the travel bug, but really it’s the effort to return to a place where you are surrounded by people who speak the same language as you. Not English or Spanish or Mandarin or Portuguese, but that language where others know what it’s like to leave, change, grow, experience, learn, then go home again and feel more lost in your hometown then you did in the most foreign place you visited.
Das ist der Grund dafür, dass du von deiner ersten Reise nach Hause kommst und sofort wieder fort willst. Man nennt es Fernweh/Wanderlust, aber in Wirklichkeit ist es nur das Verlangen zurückzukehren an einen Ort, wo Menschen deine Sprache sprechen. Nicht Englisch oder Spanisch oder Mandarin oder Portugisisch, sondern die Sprache, die man spricht wenn man weiß wie es ist zu verlassen, sich zu ändern, zu wachsen, zu lernen und dann nach Hause zu kommen und sich verlorener zu fühlen in der Heimatstadt als man sich anderswo jemals fühlen könnte.
Das ist der Grund dafür, dass du von deiner ersten Reise nach Hause kommst und sofort wieder fort willst. Man nennt es Fernweh/Wanderlust, aber in Wirklichkeit ist es nur das Verlangen zurückzukehren an einen Ort, wo Menschen deine Sprache sprechen. Nicht Englisch oder Spanisch oder Mandarin oder Portugisisch, sondern die Sprache, die man spricht wenn man weiß wie es ist zu verlassen, sich zu ändern, zu wachsen, zu lernen und dann nach Hause zu kommen und sich verlorener zu fühlen in der Heimatstadt als man sich anderswo jemals fühlen könnte.
This is the hardest part about traveling, and it’s the very reason why we all run away again.
Das ist das Schlimmste am Reisen und es ist der Grund, weshalb wir immer wieder aufs Neue gehen."
Das ist das Schlimmste am Reisen und es ist der Grund, weshalb wir immer wieder aufs Neue gehen."
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Ich hoffe, die Übersetzung ist einigermaßen akzeptabel, aber es ist wirklich schwer für mich, auf Deutsch auszudrücken, was man auf Englisch so viel präziser sagen kann, meiner Meinung nach.
Vielleicht versteht der ein oder andere von euch 'Außenstehenden' jetzt ein bisschen besser, was in uns vorgeht, wenn wir wieder nach Hause kommen. Oder bevor wir nach Hause kommen. Ich hoffe, dass meine Freunde und Familie das hier lesen und es mir erleichtern können. Ich weiß, dass es nach einigen Wochen langweilig wird, immer wieder von unseren Abenteuern zu hören, aber wir müssen es los werden und wollen einfach nur nachholen, was wir das Jahr über mit euch verpasst haben.
Ich gehe davon aus, dass das ein oder andere Au Pair mir hier zustimmen kann (und natürlich beschränkt sich das nicht nur auf uns, sondern trifft auf jeden zu, der für eine gewisse Zeit im Ausland bzw weg von zuhause war). Wie schon gesagt, der Artikel ist nicht von mir, ich wollte ihn hier nur teilen und verbreiten. Und wie bereits erwähnt kann ich nicht garantieren, dass die Übersetzung überall eins zu eins das aussagt, was das Original ausdrücken will.
Danke nochmal an Katrin, die mich auf den Artikel aufmerksam gemacht hat und danke auch an Kellie Donnelly für den Artikel an sich :)
Habt noch ein schönes Rest-Wochenende, in welchen Ecken der Welt ihr euch auch immer rumtreiben solltet :)
- source: Kellie Donnelly; http://thoughtcatalog.com/kellie-donnelly/2014/07/the-hardest-part-about-traveling-no-one-talks-about/
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